The Venetian, Gondeln, Las Vegas, Gondollier,

Ein Tag voller Attraktionen in Las Vegas

Station 1: Frühstück im Bouchon, The Venitian

Wie es sich für Venedig gehört, strotz das Hotel Casino vor hohen vergoldeten Decken, Mamor, Deckenmalerei, Gemälden, Statuen und Holzvertäfelungen. Urgemütlich! Man könnte wirklich meinen in Italien zu sein. Das Restaurant nimmt für diese Tageszeit keine Reservierungen entgegen. Man sollte also Wartezeit (ca. 30min) mitbringen. Aber es lohnt sich! Von einer hervorragenden Auster-Bar (mit entsprechenden Preisen) bis hin zu Omelette, fast französischen Croissants, ausgezeichnetem Fisch und Steak bekommt man hier alles in allem sehr gutes Essen. Der Service war ausgezeichnet! Ein wirklich gelungener Start in den Tag.

Station 2: Secret Garden of Siegfried & Roy

Neben der Pool-Anlage vom Mirage befindet sich der Eingang zu dem „Geheimen Garten“ von Siegfried & Roy. An der Rezeption erfuhren wir, dass es gerade junge Tigerbabies gibt. Ab 11 Uhr hat das Habitat, in dem neben den berühmten weißen Löwen und Tigern auch Delphine leben, geöffnet und kostet pro Person $22. Happig (wie alles in Las Vegas).  Um jedoch die Kleinen in Aktion zu erleben, sollte man gegen 13 Uhr kommen, da sie ansonsten nur schlafen. Wir hatten Glück! Der kleine weiße Tiger (ob er Kimba heißt…) ist ganz schön frech! Der arme Pfleger, der die ganze Zeit mit den Tigerbabies im Gehege war, wurde ganz schön beansprucht.

Alles in allem ist die Anlage relativ klein, gemessen am Eintrittspreis. Auf der anderen Seite scheint es den Tieren wirklich gut zu gehen. Sie werden von ihren Pflegern umsorgt und die Raubkatzen sind wohl wirklich alle handzahm. Zumindest sahen wir, wie ein Tiger einfach ein Halsband umgelegt bekam und rausgeführt wurde. Er benahm sich wirklich wie eine Schmusekatze. Würde man nicht die Bilder von Roy im Kopf haben, könnte man wirklich vergessen, dass es gefährliche Tiere sind.

Station 3: Downtown Las Vegas

Hätten wir doch nur einen zweiten Abend gehabt… Hier in der Fremont Street befindet sich diese bekannte Decke über der Shopping-Mall, die mit irren Lichtspielen begeistert. Wir hatten jedoch an diesem Abend einen anderen Plan, wie ihr später lesen werdet. Neben natürlich vielen Casinos, Shopping-Gelegenheiten und Restaurants kann man hier mit „Zip-Lanes“ unter der Decke der Fremont Street entlang gleiten. Hier ein kleines Video dazu. In der waagerechten Position kostet es $40 und im Sitzen $20.

Am Ende der Fremont Street findet man links den „Heart Attack Grill„. Die Gäste bekommen OP-Hemdchen übergezogen und wer über 350 Pfund (ca. 169kg) Lebendgewicht auf die Waage bringt, isst umsonst. Da wir den Tag noch erleben wollten und die Arterienverkalkung noch etwas auf sich warten lassen kann, zogen wir es jedoch vor, einen Gourmet-Hot Dog im Containerpark zu verspeisen.

Der Containerpark ist eine aus kleinen Schiffscontainern gebaute Shopping-Mall mit einem großen Abenteuerspielplatz in der Mitte. Abends ist dieser auch für Erwachsene freigegeben, was wirklich eine Menge Spaß verspricht! Hier werden Konzerte veranstaltet und der Kreativität freier Lauf gelassen. Die kleinen Shops, Bars und Restaurants sind durch die Bank nicht konventionell. Ausgefallenes Kunsthandwerk, Frisör, Optiker, Einrichtungsgegenstände… alles findet hier einen Platz. Wer wirklich etwas anderes sucht, kommt in den Containerpark. Und das gilt nicht nur fürs Shopping, sondern auch für das Essen. Ich hatte den Cheffini’s Hot Dog Moshi-Moshi mit Frankfurter, karamellisierten Zwiebeln, Seegras (Algen), Jalapeño, Wein-Soße und scharfer Mayo. Herrlich! Hendrik hatte den „El Mexicano“ mit Speck-umwickeltem Frankfurter, Avocado, Zwiebeln, Tomate, „grüne Soße“, scharfer Guave mit Kirsch-Pfeffer-Rettich und Koriander. Beide waren wirklich hervorragend! Einmalig!

Station 4: High-Roller – das Riesenrad

Nun könnt Ihr Euch sicher vorstellen, was unsere Station zum Sonnenuntergang war. Am besten vorher checken, wann Sonnenuntergang ist und ca. eine Stunde vorher in die Schlange stellen (zumindest klappte das bei uns gut). Gegen 17 Uhr geht die Sonne unter. Achtung hier! Ab 17 Uhr nehmen die Veranstalter höhere Preise! Spart Euch das! Durch die Berge rund im Las Vegas sieht man bereits gegen 16:30 Uhr die Sonne verschwinden. Wir kamen gut durch, da Ende November wenig los ist. In ca. 30 Minuten ist man in der Kabine und ziemlich genau zum Untergehen der Sonne dreht man seine Runde im Riesenrad – zum regulären Preis. Die Lichter des Strips leuchten auch bereits.

Angst muss hier niemand haben. Die Kugel ist sehr stabil und man spürt kaum Erschütterung. Wenn man Glück hat, kann man aus der Gondel die Wasserfontänen des Bellagio sehen. Der Ausblick ist in jedem Fall atemberaubend schön. Auch hier wieder, nicht billig. Um die $30 pro Person müsst Ihr rechnen. Wobei man manchmal an Ticket-Ständen oder im Hotel Rabatte bekommt. Hier lohnt es sich zu vergleichen.

Station 5: Comedy Musical „Zombie Burlesque

Auch hier wieder – Anbieter vergleichen lohnt sich. Wir kamen auf die Show durch einen Las Vegas Prospekt, den es an jeder Ecke gibt. Beworben wurde es mit 15$ Rabatt auf VIP-Karten (direkter Eingang ohne Schlange) zzgl. einem Freigetränk „Jelly-Shot“. Ich schaute online nach und hätte die Tickets für ca. $150 kaufen können, weil da immer noch die unbeliebten „Fees“ (Bearbeitungsgebühren) dazukommen. Wir sind letztendlich direkt zum Veranstaltungsort „Planet Hollywood“ gegangen, sprachen den Concierge am Eingang an, der uns dann auch VIP-Tickets für keine $100 verkaufte. Auch hier gab es das Freigetränk. Der Witz ist, diese „Jelly-Shots“, die das andere Angebot als „Extra“ auslobte, sind Teil der Show! Jeder bekommt diese! Mit den Tickets direkt vom Concierge erhielten wir hingegen „wirklich“ ein Freigetränk unserer Wahl an der Bar. Also Augen auf beim Kartenkauf 🙂Attraktion, Touristenattraktion, Sehenswürdigkeit, Zombie, Burlesque, Show, Las Vegas, Comedy, Musical

Die Show war das ungewöhnlichste und lustigste Programm, dass ich je gesehen habe. Letztes Jahr waren wir so ganz klassisch bei David Copperfield. Und diesmal sahen wir typische Las Vegas-Tänzer/innen mit viel oben-ohne, die jedoch Zombies darstellten und dabei aber nicht beängstigend sondern urkomisch waren! Es wurden immer wieder Leute aus dem Publikum gezogen, die entweder in SM-Spielchen spaßhaft integriert wurden oder bei einer „Game-Show“ mitmachten. Schwierig zu beschreiben, aber zum Tränen lachen komisch! Sie haben einen Akrobaten, der sich die Gliedmaßen verdrehen kann, so dass ich als Zuschauer kaum hinschauen konnte! Wahnsinn. Wirklich eine der besten Las Vegas Shows, die ich kenne. Hier würden wir jederzeit nochmal reingehen.

Station 6: Kommen wir zum Spielen!

Roulette war unser Spiel des Abends. Nachdem wir zuerst im Bellagio direkt unseren gesamten Einsatz (25$) verzockten, ging es ins Mirage. Ich muss gestehen, Poker und Black Jack wird hier in so vielen unterschiedlichen Spielweisen angebotenen, dass wir uns gar nicht erst mit dem Regelwerk verzetteln wollten. Daher erschien uns Roulette als einfachste Wahl. Und siehe da… The Mirage brachte uns Glück! „Honey, you are lucky today!„, entfuhr es sogar meiner Spielnachbarin. Ich hatte fast unsere Musical-Karten wieder reingespielt. Damit ließ ich es aber gut sein. Der beste Tipp ist hier wohl wirklich, sich ein festes Limit zu setzen und auch ein festes Ende. Bei uns war das, „wenn ich das nächste Mal eine Zahl treffe“. Die 33 fiel und damit war für uns Schluss. Ein letzter Drink an der Bar und ab ins Bett.

The Mirage, Roulette, Gewinn, Jetons, Chips, Jeton, Casino, Las Vegas

Ich kann nur sagen, Las Vegas ist einer der verrücktesten Orte, die ich kenne. Jedes Mal laufen wir um die 10km. Diese Casinos sind riesig! Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man davor steht. Fast schon unscheinbare Eingänge verwandeln sich plötzlich in riesige Einkaufszentren mit angeschlossenem Kasino und Konzerthallen mit über 4.500 Plätzen. Ich bin immer wieder erschlagen von der Größe und Vielfalt, den unzähligen Glücksrittern in Kostümen, die sich gegen ein kleines Trinkgeld ablichten lassen, den Werbetafeln am Strip, aber auch auf Autos und Trucks, die stetig an dir vorbeifahren, den unfassbaren Weiten dieser Vergnügungstempeln und der Vielfalt an Shows und Menschen. Bis heute haben wir noch lange nicht alles gesehen. Dazwischen tummelt sich eine bunte Mischung von Menschen, die mal im Touri-Outfit (Turnschuhe und gemütliche Klamotten) neben einigen Damen in 15cm-Highheels in den kürzesten Kleidchen und dem glitzerndsten Kunst-Schmuck an dir vorbei stelzen. Man weiß einfach nicht, wohin man zuerst schauen oder gehen soll. Nur eins weiß ich – wir kommen wieder.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s