San Francisco, Ausblick, Skyline

In den Straßen und auf den Dächern von San Francisco

Da wir doch sehr ländlich wohnen, also in einer Stadt mit 75.000 Einwohnern, machen wir ab und an die Reise mit dem Caltrain nach San Francisco. Der Zug ist einer deutschen Regionalbahn ähnlich und braucht im besten Fall 40min. Allerdings gibt es auch hier die Regional- und Bimmel-Bahn-Variante. 40 Minuten ist schon die Express-Version. Dennoch ermöglicht uns das dem ewigen kalifornischen Stau auszuweichen. Zugfahren ist eben doch sehr angenehm.

Zuerst ging es diesmal nach Chinatown. San Francisco ist berühmt für seine chinesischen Einwanderer, die sich ein ganzes Viertel relativ authentisch eingerichtet haben. Es ist Nordamerikas ältestes und außerhalb Asien das größte chinesische Viertel. Auf unserer Tour durch Chinatown gingen wir auch ins Z&Y Restaurant, in dem schon Barack Obama gegessen hatte. Eines der Gerichte heißt „Chicken with Explosive Chili Pepper„. Ich möchte hier gar nicht ins Detail gehen. Danach musste ich den einen oder anderen Zwischenstop, unter anderem auch in einer Apotheke machen. Dabei war das Essen wirklich sehr gut! Nur etwas angeschlagene Leute sollten sich den kulinarischen Offerten eher etwas mit Vorsicht nähern…

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Scharf. Schärfer. Chinatown. Das rote sind alles getrocknete Chili-Schoten.

Dafür haben wir es endlich geschafft, die berühmte Lombard Street zu besuchen. Die Straße ist mit seinen 27% Gefälle so steil, dass sie in einer engen Serpentinen-Strecke gebaut wurde. Sie ist mit 8 Kurven berühmt als die kurvenreichste Straße der Welt, wobei nicht ganz klar ist, ob sie diesen Beinamen heute noch führen kann. Hier stehen unter anderem auch mit die teuersten Häuser San Franciscos. Man hat einen herrlichen Ausblick auf Alcatraz oder die Bay Bridge, manchmal auch auf die Golden Gate Bridge, der sie als Zubringer dient. Mich persönlich würden die unzähligen Touristen, die in Horden die Straße hoch- und runterlaufen, aber auch der Verkehr mächtig stören. Jeder scheint wohl zu meinem, einmal in seinem Leben die Lombard Street mit seinem Auto, Mietwagen, Van, Motorrad, Fahrrad oder eben irgendwas mit min. einem Rad runtergefahren zu sein. Verrückt! Wirklich einfach verrückte Zustände! Wer einen kleinen Eindruck über das Geschehen hinter den Fotos haben möchte, kann sich hier ein Video anschauen.

Lombard Street, San Francisco, kurvenreichste Straße der Welt Da wir mit einem Freund unterwegs waren, der derzeit im Mission-District in einem Apartment im 23. Stock wohnt, bekamen wir die herrliche Möglichkeit, von der Dachterrasse im (ich glaube) 42. Stockwerk auf die Dächer von San Francisco zu blicken. Wir hatten Glück, da wir noch vor „Karl“ den Ausblick genießen konnte. Die Stadt ist für ihren Nebel berühmt. Gerade die Golden Gate Bridge versteckt sich regelmäßig in dem dichten Dunst, den die Einwohner San Franciscos „Karl“ getauft haben. Karl twittert und hat einen eigenen Instagram-Account auch. Es gibt verschiedene Geschichte, warum Karl „Karl“ heißt. Aber im Grunde ist man sich einig, dass der Twitter-Account wohl mit die Ursache ist. Anscheinend benannte der Gründer dieses Accounts den Nebel Karl als Tribut nach einem Verfasser eines Nebel-Gedichtes Carl Sandburg, der schrieb „The fog comes on little cat feet.“ (Der Nebel kommt auf kleinen Katzenpfoten). Letztendlich weiß es niemand. Aber jeder kennt Karl. Bei der Fleetweek, der Airshow in San Francisco, kam ebenfalls am Ende Karl und hüllte die Golden Gate in seinen berühmten Nebel, so dass sogar die Piloten der Blue Angels hierzu Karl twitterten: „Come on Karl, I thought we were friends….“ (Komm schon Karl, ich dachte wir sind Freunde).

Der Nebel San Francisco’s heißt übrigens „Karl“.

Skyline San Francisco, Ausblick San Francisco, StadtbildBei einem San Francisco Besuch darf aber natürlich neben den Dächern der Stadt die Straßen nicht vernachlässigt werden. Die größte Attraktion ist und bleibt das Cable Car. Das weltweit letzte betriebene Cable Car System ist ein Relikt und fährt noch heute auf drei verbleibenden Linien durch die Straßen von San Francisco. Im Boden verläuft das „Kabel“, das man auch deutlich hören kann, sobald die Cable Cars ihren Dienst aufnehmen und sich „in das Kabel einklinken“. 
Cable Car, San Francisco

3 Gedanken zu “In den Straßen und auf den Dächern von San Francisco

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