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Weihnachtsmarkt mal anders

Zu Weihnachten gehört eigentlich Kälte, Kerzen und vielleicht Schnee. Kalifornien hat weder Kälte noch Schnee für uns im Gepäck, weswegen wir hier schon etwas ausgefallener versuchen, in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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Geister aus der Charles Dickens Weihnachtsgeschichte

Verkleiden ist eh sehr beliebt in den Staaten und Halloween ist nur einmal im Jahr. Warum also nicht die schönste Zeit des Jahres mit einem der beliebtesten Hobbies verbinden? Und was passt zu Weihnachten? Natürlich die altertümlichen viktorianischen Zeiten mit den schönen bauschigen Kleidern, schicken 3-Teilern für die Herren, aufwendige Frisuren, viel Spielraum für Kreativität und eine weihnachtlichen Kulisse frei nach Charles Dickens Klassiker „A Christmas Carol“, diese berühmte Geschichte mit den drei Geistern zu Weihnachten, die vermutlich jeder kennt.

Für fünf Wochenenden findet die „Great Dickens Christmas Fair“ in Daly City bei San Francisco statt. Der Eintritt ist mit 30 USD pP mal wieder happig, jedoch muss ich direkt sagen, es lohnt sich. Schon auf dem Parkplatz (12 USD….) kamen uns über die Hälfte der Besucher in selbstgefertigten aufwendigen Kostümen entgegen. Wirklich bis ins Detail geben sich die Besucher Mühe, die viktorianischen Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Hochsteckfrisuren mit den langen lockigen Strähnen, Spazierstöcke und Hüte für die Herren, Pfeife wird geraucht und das Spitzentaschentuch elegant vor die Nase gehalten – alles wie in einem gut gemachten Film. Bereits am Eingang wird man mit einem veralteten britischem Englisch empfangen und bekommt eine klassische Zeitung in die Hand gedrückt.

Die Stände sind fast richtige Häuser, mit Fenstern, durch die man die Waren, aber auch die Schauspieler beim Nachstellen alltäglicher Situationen erleben kann. Die Gassen sind mit Kunstschnee bestreut, während neben dir Männer mit Pfeife und Spazierstock vermeintliche Bekannte ansprechen und Gespräche über die neue Gasbeleuchtung der Straßen führen. Neben den verkleideten Besuchern findet man auch diese Schauspieler, die richtige Charaktere spielen. So kann man Charles Dickens persönlich treffen, aber auch Prinz Albert und Queen Victoria sind unterwegs oder aber die drei Geister aus Dickens‘ Weihnachtsgeschichte oder Oliver Twist.

Ob Saloon oder „Rotlicht-Bezirk“, alles wurde detailgetreu nachgestellt und die Kostüme sind herrlich. Da liegt mal ein Betrunkener in der Ecke des Hafens, während gegenüber im Saloon die Musiker singen und die Bardamen Whiskeys anpreisen. Für das leibliche Wohl ist hier gut gesorgt. Met, Lebkuchen, Braten, Würste, Waffeln, Plätzchen, Tee und Glühwein… Es duftet! Und wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört gibt es auch ausgefallenes Kunsthandwerk, wie Kerzendreher oder Hutmacher. Eine Tarotkarten-Leserin darf in den viktorianischen Zeiten natürlich auch nicht fehlen. Wohin man schaut, es gibt die ganze Zeit was zu entdecken. Skurrile Schaufenster-Szenen oder  Tanz- und Theaterdarbietungen rahmen das ganze noch zusätzlich ein.

Ich glaube, wir werden tatsächlich nochmal hingehen. Es gibt so viel zu schauen, zu probieren, zu naschen! Es versetzt den Besucher definitiv in eine andere Zeit und diese ist sehr schön weihnachtlich. Genau richtig ist dieser Ausflug für jemanden, dem Glühwein und Plätzchen nicht reichen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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Wie konnte Trump nur gewinnen…

Viele meiner deutschen Freunde haben mich gestern angeschrieben und schockiert gefragt, „wie konnten die so einen wählen?!“ Und auch mir ging es ähnlich, als ich Dienstagabend die reinkommenden Auszählungen sah und das Disaster sich vor meinen Augen entfaltete… Ich saß vor mehreren Nachrichtensendern gleichzeitig, rechnete hier, rechnete da… und irgendwann war die Gänsehaut so groß… Hillary schafft es nicht. Das war ein Schock. Und es ist noch immer ein Schock.

 

Ich habe mir viele Zahlen angeschaut, Statistiken, Analysen… Es bleibt, wie es ist. Amerika ist tief gespalten. Die Meinungen, worüber dieses Land gespalten ist, gehen jedoch auseinander. Weiterlesen

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Ein Besuch im Napa Valley

Mit die berühmteste Weinregion der Welt liegt vor unserer Haustüre und endlich haben wir einen Besuch geschafft. Das Napa Valley liegt ca. 80km nördlich von San Francisco und ist vor allem für seine Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Zinfandel Weine weltberühmt. Hendrik und ich sind beide in einer Weingegend aufgewachsen, auch wenn wir nicht direkt Winzer in der Familie haben. Dennoch war es sofort sehr vertraut, Rebstöcke am Straßenrand zu sehen. Gerade im Herbst sind sie mit ihren Farben einfach wunderschön.

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Herbstliche Töne in Kalifornien

Als erstes machten wir während unserem Wochenendtrip einen Ausflug zum „Old faithful Geyser“ in Calistoga, einem von drei Geyseren in den USA, der von der National Geographic Society den Titel „Faithful“ (=zuverlässig, vertrauenswürdig) verliehen bekam, da er regelmässig ausbricht. Laut Website eruptiert der Geyser alle 30-40 Minuten. Als wir jedoch da waren, sahen wir Eruptionen alle 10min. Leider hat es stark geregnet. Das Wasser schießt mit ca. 180°C aus dem Boden und ist ca. 10-25 Meter hoch. Es riecht ein wenig schwefelhaltig und Rauchschwaden begleiten das Spektakel.  Weiterlesen

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Antigua & Barbuda – zwei Inselstaat Paradies

Unsere zweite Reise in die Karibik und diesmal bin ich vollkommen angekommen. Antigua und Barbuda war einst eine englische Kolonie. Die Hauptsprache ist dementsprechend Englisch, was wir deutlich besser sprechen als Spanisch. Dann stelle man sich das ganze mit hervorragender kreolischer Küche vor, einem leichten Meeresrauschen im Hintergrund und Reggae-Musik „et voilà“ – mein persönliches Inselparadies ist erschaffen.

Nun sollte ich vielleicht anmerken, dass wir uns auch zum ersten Mal eine Deluxe-Unterkunft geleistet haben. Nein, nein… so teuer war es nun auch nicht. Aber wir haben auf Kuba das erste Mal überhaupt 3 Tage all-inclusive gemacht und jetzt auf Antigua haben wir uns eine Woche in einem auf Flitterwochen spezialisierten Resort gegönnt – das Cocobay. Jeder Gast hatte ein Cottage. Alleine das fanden wir schon romantisch und war sehr angenehm. Dazu hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Bucht. Unsere Dusche ging auf die Veranda raus und hatte somit Meerblick. Weiterlesen

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Boston – europäisches Flair in den USA

Was mir persönlich im Silicon Valley oft fehlt, ist die Historie. Alles ist hier sehr schnelllebig, sehr neu, jung. Das macht zwar auch den Reiz vom Valley aus, dennoch fehlt mir als Europäer doch ab und an dieses Gefühl von… ja was eigentlich. Vergänglichkeit? Gesammelten Erfahrungen aus einer weit zurückreichenden Geschichte? Diese Ehrfurcht, die man in Europa spürt, wenn man das Kolosseum sieht oder Reste der Berliner Mauer? All das kann und habe ich auch nicht in den Staaten nicht erwartet. Dennoch wird es mir manchmal schmerzlich bewusst, dass dieses Land sehr jung ist und ich keine Michelangelos oder Goethes an jeder Ecke zu bieten hat. Vermutlich ist Europa deswegen auch ein so schöner Kontinent, da er eine Jahrtausende alte Geschichte erzählt, die sich in der Kultur, Architektur und Struktur widerspiegelt.

Umso mehr war ich überrascht, als ich in Boston bereits bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel Häuser in gregorianischer und viktorianischer Bauweise sah. Wenn ich im nach hinein genauer darüber nachdenke, eigentlich auch kein Wunder. Schließlich waren viele Briten in Boston und Cambridge stationiert und erschufen ihre teilweise heute noch stehenden Häuser in der ihnen bekannten Bauweise. Ende des 19. Jahrhunderts kam der Schindel Stil hinzu. Ich verbinde mit Schindeln verkleidete Gebäude meist mit dem Schwarzwald. Aber auch an der Nordamerikanischen Ostküste ist diese Bauweise sehr beliebt. Die vielen Türmchen und Erker tuen ihr Übriges dazu, mich an Europa zu erinnern. Dazu kommt, dass die Gebäude nicht wie in Kalifornien durch Erdbeben oder Stürme, Feuer zerstört wurden. Während bei uns alles sehr modern und pragmatisch gebaut wurde, haben die Häuser und öffentlichen Einrichtungen in Boston und Cambridge Geschichte. Am besten sieht man das vielleicht an Harvard. Weiterlesen

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Der größte Baum der Welt – General Sherman – Sequoia Nationalpark

In Kalifornien steht der bislang größte noch lebende Baum der Welt. Liebevoll wird er „General Sherman“ genannt. Mit derzeit 83,8 Metern Höhe und einem Umfang von 31,1 Metern soll der Gigant bis zu 2.500 Jahre alt sein. Er kommt auf ein Holzvolumen von 1,486.6 m³ und ist somit der voluminöseste = größte Baum der Welt und wird sogar als das größte lebende Lebewesen auf Erden bezeichnet. Tatsächlich ist ihm oben eine Baumkrone vermutlich nach einem Blitzeinschlag abgestorben.

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Der Baumumfang liegt hier nur bei circa 20 Metern.

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Wie sieht Dürre in Kalifornien eigentlich aus?

In den letzten Jahren regnete es immer weniger in Kalifornien. Die Dürre nimmt teilweise bedrohliche Ausmasse für Mensch und Tier an. Schreckliche Brände im Sommer und gefährliche Erdrütsche im Winter sind nur einige Folgen. 2016 erholt sich die Situation in Nordkalifornien. Dennoch sind die Veränderungen der Landschaft nicht zu übersehen.

Gerade am Ufer der niedrigen San Francisco Bay lagert sich das Salz des Pazifiks in Folge der starken Wasserverdunstung stark ab. Eine unwirkliche Mondlandschaft entsteht, die trotz den lebensunfreundlichen Bedingungen eine bizarre Schönheit ausstrahlt.

Alle Fotos habe ich im Bedwell Bayfront Park aufgenommen.

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Key West, Florida – ein Ausflug mit dem Flieger

Unsere erste Station war Melbourne, Florida, was ca. 1h mit dem Auto von Orlando entfernt ist. Hier konnte Hendrik sein europäisches Instrument-Rating IFR (Instrumentenflug) erneuern, was wir gleich zum Anlass nahmen, endlich mal wieder einen gemeinsamen Flieger-Ausflug zu machen. Key West war das perfekte Ziel für einen Wochenendausflug. Von Melbourne wären es mit dem Auto über 5h Autofahrt, mit dem Flieger, einer Piper Archer waren es nur 3h Flugzeit. Dabei hatten wir wunderschöne Aussichten auf die Everglades, Miami’s Skyline, den Atlantik und die verschiedenen Florida Keys mit ihren Wasseruntiefen. Einfach eine Reise wert. Florida, Florida Keys, Key West, fliegen, selber fliegen, Privatpilot, PPL, VFR, IFR, Piper, Privatflieger, Ausflug, Ausflugsziel, Wochenendausflug, Wochenendtrip, Sehenswürdigkeit, Sehenswert, Touristenattraktion,

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Rocket Launch – Abschuss einer Rakete

An der Space Coast in Florida kann man mit etwas Glück einen Raketenabschuss von Cape Canaveral aus mitverfolgen. 2013 besuchten wir bereits das Kennedy Space Center. Damals machten wir auch eine Bustour zum Launch Pad, von wo aus u.a. die Apollo-Raketen abgeschossen wurden. Man kann im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers Launches live mitverfolgen. Heute handelte es sich jedoch um einen „classified Satellite“, der von der Air Force Base abgeschossen wurde. Man hat aber einen deutlich billigeren (nämlich kostenlosen) Blick vom Port Canaveral auf den Raketenabschuss der Atlas V mit dem Satelliten NROL-61. Wie viele andere Interessierte fuhren wir in den Hafen und stellten uns an den äußersten Zipfel.

Kurz musste ich an die Bilder von 1986 denken, als die Raumfähre Challenger live vor einem Millionenpublikum explodierte… Aber wie nicht anders zu erwarten ging alles gut. Zuerst sieht man die Triebwerke starten, die dann den Satelliten in die Höhe katapultierten. Das Geräusch, ein tiefes röhrendes Grollen, kam erst ca. 60 Sekunden später bei uns an. Ich bin bestimmt nicht der größte NASA-Kenner, geschweige denn ein Physik-Ass. Aber fasziniert hat es mich dennoch, was die Menschheit heutzutage alles bewerkstelligt.

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Alles, das übrig bleibt…

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Amerikanische Küche trifft Deutsche Küche

…oder einfach „Lecker!“

Ich koche gerne. Ich esse gerne! (Sieht man auch….) Und wenn ich Zeit und Inspiration habe, probiere ich liebend gerne neue Rezepte aus. Bevor wir nach Kalifornien gingen, fragte mich eine Bekannte leicht entsetzt, ob ich denn „keine Angst vor dem Essen da drüben habe!“. Wir kennen alle die Bilder der Mega-Fetten überbeleibten Amerikaner und ja, es gibt hier fast nichts zwischen „Ich esse nur eine Karotte am Tag“ und „Ich esse eine Karotte pro Jahr“. Das heißt aber nicht, dass es nicht gesunde Vielfalt gäbe. Gerade Kalifornien ist DER Staat, wenn es um frisches Obst und Gemüse, Mandeln oder Öle geht. Hier wird eigenes, sehr gutes Olivenöl produziert, 80% der Mandelproduktion kommt aus Kalifornien und wer einmal unsere Kirschen gegessen hat… Melonen, Mangos, Orangen, Aprikosen, Erdbeeren… alles vor unserer Haustüre. Daher „Nein, ich habe überhaupt keine Angst vor dem Essen hier drüben.“

Meine ersten hausgemachten Maultaschen.

Hausgemachte Pizza mit Lachs und Pesto.

Meine Grill-Champignons erfreuen sich hier größter Beliebtheit bei jedem BBQ.

Als wir hier ankamen und Weihnachten vor der Türe stand, habe ich noch viele Deutsche Rezepte gekocht. War es Heimweh, die Sentimentalität der Feiertage… vielleicht auch einfach zur inneren Beruhigung, dass ich auch hier noch Gewohntes kochen und essen kann und nicht mit Burgern anfangen muss… Vielleicht auch alles gemeinsam. Mittlerweile habe ich einige Deutsche Geschäfte abgeklappert und zu meiner Beruhigung bekomme ich hier im Grunde alles, was ich brauche. Außer der Gans zu Weihnachten. Es gibt wirklich nur Truthähne oder Schinken. So eine Gans oder Ente habe ich noch nie beim Metzger gesehen. Das bleibt noch eine Aufgabe für unser zweites Weihnachten.

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Das schöne ist jedoch, es gibt ja auch so viel Neues zum Testen, Probieren! Die Küche in Kalifornien ist definitiv leicht. Wir haben viel Crab (Krebs, Riesenkrabbe), Shrimps, Cale (Grünkohl, der hier roh gegessen wird), Huhn, Brokkoli und Rosenkohl. Es gibt immer frittierte Speisen, aber es gibt immer sehr figurbewusste Varianten auf der Speisekarte im Restaurant und das ist meist NICHT der Salat. Betonung wirklich auf NICHT, denn die Dressings und Toppings (Bacon, Gorgonzola, Nüsse, getrocknete Früchte, Avocado…), die hier verwendet werden, gehen ordentlich in die Kalorien. Und da spreche ich von 1800 Kalorien pro Teller! Also eher Finger weg vom Salat und hin zu Seafood, Hühnchen und Gemüse. Das können sie auch wirklich gut. Die spanischen und chinesischen Einflüsse haben eine Vielfalt an Gewürzen und Aromen an die Westküste gebracht, was hier ein ordinäres Huhn auch ohne frittiert zu sein, wirklich spicy macht. Ob das nun ins Milde mit etwas Fruchtsüße geht, oder ob man es wirklich pfeffrig mag – hier findet man alles. Und ich tobe mich wild aus!