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Was kostet eigentlich Kalifornien?

Im Ausland sind nicht nur die Sitten und Gebräuche anders. Viele wandern aus, um sich finanziell zu verbessern. Wer jedoch ins Silicon Valley zieht, wird sehr schnell lernen, dass nicht nur die Gehälter anders sind, sondern eben auch die Preise. Kalifornien ist an sich schon im Vergleich zwischen den einzelnen Staaten teurer. Jedoch wenn man aus Europa kommt, trifft einen nochmal doppelt der Schlag. Viele Preisschrauben, an denen hier in den USA gedreht wird, gibt es bei uns per Gesetzt nicht. Bereits unter den Karolingern (11. Jahrhundert) wurde definiert, was ehrbare Tätigkeiten sind. Jeder, der sein Geld durch Zinsen oder Gebühren verdiente, war abtrünnig.Wucherer waren des Teufels und wurden leider nicht selten sogar hingerichtet, wenn der Zinssatz am Ende nicht mehr stimmte. Seit dem Mittelalter fanden die ersten Gesetze ihren Einzug in unsere europäische Rechtsprechung, was erlaubt und als zulässig anzusehen ist. Wir haben Höchstzinssätze festgelegt, maximale Wertsteigerung oder Zulässigkeit von Gebühren, die an den Verbraucher abzugeben sind. In den USA ist das schlichtweg anders.

Verkaufssteuer = Mehrwertsteuer 

In einem so jungen Land, wie den USA, gibt es eine solche Beschränkung des Marktes kaum bis teilweise gar nicht. Das heißt kurzum, man kauft nie zu dem vorher im Laden gesehenen Preis. Zuerst einmal sind Preisauszeichnungen im Geschäft stets ohne Steuern. Jeder Staat hat seine eigene gesetzliche Regelung, wie hoch, wenn erhoben, die Verkaufssteuer ist. California, also Kalifornien, ist mit bei den Spitzenreiter unter den Bundesstaaten mit staatenweiten 7.5%. Staatenweit? Ja. Es gibt Bundesstaaten, die nicht staatenweit Sales Taxes (Verkaufssteuern) erheben (z.B. Alaska oder Oregon), sondern dieses Recht vollständig an die Gemeinden abgeben. Was jedoch nicht heißt, dass wir in Kalifornien nur die bundesstaatlichen Sales Taxes bezahlen. Selbstverständlich kommen hier am Ende nochmals lokale Steuern hinzu. Mehrwertsteuer, USA, sales taxes, Bundesstaaten, Vergleich, Auswandern, kosten, preisvergleich, gebühren

Das führt dann dazu, dass wir in Kalifornien also immer am Ende an der Kasse 7.5% staatliche Steuern zahlen, hinzu kommen nochmals lokale Steuern, was uns am Ende im Staaten-Durchschnitt auf 8.44% bringt. In Tennessee kommt man sogar auf 9.45%, wenn man alle durch die Gemeinden erhobenen Steuern auf Landesebene hochrechnen würde. Verrückt?! Wer ist noch genauer wissen will, kann es gerne hier bei der Taxfoundation nachlesen.

Im San Francisco County beträgt die zum Beispiel die Sales Tax 8.75%. Im Santa Clara County ist es ebenfalls 8.75%. Im San Mateo County sind es dann schon 9%. Verrückt? Ja! In jedem Fall!

Fees = Gebühren

Dazu kommen Gebühren für so ziemlich jeden Handschlag, den irgendwer macht. Du hast eine Monatsabrechnung Deines Vermieters bekommen? Billing Fee (Rechnungsstellungsgebühr) 8 USD. Du hast diese Rechnung per Abbuchungsermächtigung bezahlt? Collecting Fee (Abbuchungsgebühr) 12 USD. Du ziehst aus und bekommst eine Endabrechnung? Na, rate mal! Es kommt eine Final Bill Fee hinzu. die kann schon mal höher ausfallen, da ja Sonderfall: 22 USD.

Man bezahlt Unternehmen, für deren Dienstleistung. Und dann kommt noch eine Gebühr hinzu, dafür dass sie diese Dienstleistung erbracht haben oder Du sie für diese Leistung bezahlst. Das ist wirklich Gang und Gäbe. Du beauftragst den Pizza Express? Hier schlägt der Dir am Ende noch eine Lieferungsgebühr von 5 USD drauf. Ich würde das verstehen, wenn es ein Restaurant ist, dass extra einen Fahrer hat. Aber hier ist es ein Unternehmen, das Essenslieferungen anbietet und mir am Ende dafür eine Gebühr berechnet. Nun denkt man, dass dann das gelieferte Essen wenigstens genauso viel kostet, wie wenn ich es selber abhole oder dort gar esse. Pustekuchen. Natürlich wurde auf das Essen schon 10-15% aufgeschlagen, weil es ja geliefert wird. Man bezahlt also doppelt. Verrückt?! Ja! Und selbst wenn man selber abholt, kommt noch eine Handling Fee (Bearbeitungsgebühr) vom Restaurant dazu. Und am Ende bitte noch Trinkgeld

Bei uns völlig undenkbar, da der Verbraucherschutz in Europa großgeschrieben wird. Ein tolles Recht! Man weiß es im Ausland gleich viel mehr zu schätzen. Wie oft ich Transaktionen im letzten Moment abbreche, weil plötzlich Gebühren auftauchen, die den Kauf derart überzogen teuer machen…

Lebensmittelpreise sind regional sehr unterschiedlich

In Kalifornien wird trotz der Dürre sehr viel Landwirtschaft betrieben, was ein bedeutendes Standbei der lokalen Ökonomie darstellt. Hier ein Wikipedia-Auszug: „Als von den USA losgelöster Einzelstaat wäre Kalifornien weltweit die achtgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA selbst, Japan, China, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien….{Hier wird} Anbau von Baumwolle, Gerste, Weizen, Mais, Reis, Hafer, Bohnen und Zuckerrüben betrieben. Von Bedeutung ist auch der Südfrucht- und Gemüsebau im kalifornischen Längstal mithilfe künstlicher Bewässerung sowie die Vieh- und Geflügelzucht und die Fischerei. Der Weinbau in Kalifornien ist ebenfalls bedeutend. Etwa 90 Prozent der gesamten Weinproduktion der USA stammen aus Kalifornien.“

Nach solchen Informationen würde man glauben, die Lebensmittelpreise speziell für die lokal angebauten Produkte wären erschwinglich. Dem ist auch so im weitesten Sinne von Kalifornien. Dieser Bundesstaat ist jedoch flächenmässig größer als Deutschland und die Schweiz zusammen. San Francisco und der Großraum hiervon ist mit die teuerste Region der Vereinigten Staaten. Unsere Nachbargemeinde „Atherton“ führt seit 2014 als Spitzenreiter bei Forbes Magazin als teuerste Postleitzahl der USA. Beverly Hills war hier 2015 nur auf Rang 14.

Es gibt eine Website, auf der man die durchschnittlichen Preise auf US-Gemeinde-Ebene vergleichen kann. Ich nahm die zwei bekanntesten Städte in Kalifornien als Grundlage: Los Angeles vs. San Francisco:

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Um es kurz zu machen – alles ist in Los Angeles billiger, außer einem einzigen Produkt:

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Importiertes Bier ist als einiges Produkt in San Francisco billiger, als in Los Angeles

Als Hausfrau muss ich sagen, diese hier angegebenen Preise sind längst nicht die Spitze des Eisbergs. Gerade Lettuce, also ein Salat kostet hier locker 5 USD, obwohl er nur 25km weiter angebaut wird.

Preisvergleich Deutschland zu Kalifornien

Die Lebensmittelpreise sind bereits haarsträubend. 4 EUR würde die deutsche Hausfrau nur für 12 Bio-Eier ausgeben. Hier sind das aber wirklich die billigsten. Willst Du hier Organic-Eier, kostet das Dutzend $7.89 natürlich wieder ohne Steuern. Diese Kosten sind jedoch noch nichts im Vergleich gegen die Hygieneprodukte. 3xOral B austauschbare Zahnbürstenköpfe für elektrische Zahnbürsten kosten bei dm in Deutschland online EUR 10.45. Bei CVS in den USA kosten die gleichen Aufsätze natürlich ohne Steuer online USD 30.49 – also das Dreifache. Nivea Duschgel bei dm EUR 1.55, bei CVS in Kalifornien USD 8.99 – über dem Vierfachen. Zum Vergleich auch gerne mal ein US Produkte; Colgate Zahnpasta bei dm EUR 1.15 (75ml) in den USA USD 1.35 (30ml), aber leider ist her auch nur die Hälfte drin!

 

Silicon Valley und seine Preise

Das Silicon Valley ist in einer Preisspirale, die von vielen Parteien gedreht wird. Supermärkte, Hausbesitzer, Gastronomie, Einzelhandel, der Dürre…. jeder will und muss verdienen. Wir zahlen hier alle die gleichen Preise. Was sich ein qualifizierter Angestellter noch leisten kann, ist für die Kindergärtnerin um die Ecke völlig unbezahlbar. Wenn wir abends mit dem Taxi (Uber) heimfahren, ist es nicht selten, dass wir Geschichten hören, dass diese Fahrer extra aus Sacramento (145km entfernt) anreisen, nur um am Wochenende mit Taxi fahren Geld zu verdienen. Wenn man dann naiv fragt, ob sich das wirklich rentiert, hört man, dass diese Leute zwei Nächte im Auto schlafen, damit es sich eben rentiert…

Wohin diese Preisspirale führt, ist niemandem klar. Die Mieten sind erbarmungslos. 2-Zimmer Wohnung mit 50qm kalt durchschnittlich 3.000 USD. Und was das für Bruchbuden sind bei diesen Mieten.. Die Geschichten, dass hier Leute im Auto leben, auf Parkplätzen campieren – alle wahr. Alles schon gesehen. Und das sind nicht die Ärmsten, denn diese stehen auf der Straße. Manchmal von einem Tag auf den anderen. Wen hier die Ökonomie hart erwischt, rappelt sich kaum wieder auf. Dafür ist dieses Pflaster rund um San Francisco und dem Valley zu hart. Ohne Kündigungsfristen und finanzielle Absicherung geht der soziale Abschied unwahrscheinlich schnell.

Das Leben im Silicon Valley ist hart. Vor allem für die, die nicht auf der sonnigen Seite des Lebens stehen. Jedoch gibt es Unternehmen und vor allem Menschen, die sich vorgenommen haben, dagegen etwas zu unternehmen. Facebook hat 20 Millionen USD für Wohnungsbauprojekte zur Verfügung gestellt, die „erschwingliches Wohnen“ garantieren sollen. Tatsächlich werden diese Wohnungen dann nur Einkommensschwächeren zur Verfügung gestellt. Auch gibt es Wohlfahrtsunternehmen, die Häuser für einkommensschwache Familien aus Spendengeldern bauen. Viele Gemeinden lernen langsam um und ziehen große Projekte zur Vermeidung von Obdachlosigkeit auf. Die Gemeinden im Silicon Valley haben sich auf ein deutlich höheres Limit für Stundensätze geeinigt. In Kalifornien sind 10 USD das Mindestgehalt. Gemeinden, wie Mountain View (u.a. Google) oder Palo Alto (u.a. Tesla) haben jetzt bereits auf 11 USD Mindest-Stundensatz erhöht, wobei das Silicon Valley  2018 auf 15 USD gehen werden.

All das sind erste Maßnahmen mit unterschiedlichen Ansätzen. Jedoch sieht man, die Branche hat ihre Verantwortung erkannt und greifen ein. Es wird dauern, ehe diese Preisspirale durchbrochen ist und das Leben hier wieder für alle Menschen in unserer Gesellschaft wieder bezahlbar wird. Immerhin ist ein Anfang gemacht.

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Weihnachtsmarkt mal anders

Zu Weihnachten gehört eigentlich Kälte, Kerzen und vielleicht Schnee. Kalifornien hat weder Kälte noch Schnee für uns im Gepäck, weswegen wir hier schon etwas ausgefallener versuchen, in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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Geister aus der Charles Dickens Weihnachtsgeschichte

Verkleiden ist eh sehr beliebt in den Staaten und Halloween ist nur einmal im Jahr. Warum also nicht die schönste Zeit des Jahres mit einem der beliebtesten Hobbies verbinden? Und was passt zu Weihnachten? Natürlich die altertümlichen viktorianischen Zeiten mit den schönen bauschigen Kleidern, schicken 3-Teilern für die Herren, aufwendige Frisuren, viel Spielraum für Kreativität und eine weihnachtlichen Kulisse frei nach Charles Dickens Klassiker „A Christmas Carol“, diese berühmte Geschichte mit den drei Geistern zu Weihnachten, die vermutlich jeder kennt.

Für fünf Wochenenden findet die „Great Dickens Christmas Fair“ in Daly City bei San Francisco statt. Der Eintritt ist mit 30 USD pP mal wieder happig, jedoch muss ich direkt sagen, es lohnt sich. Schon auf dem Parkplatz (12 USD….) kamen uns über die Hälfte der Besucher in selbstgefertigten aufwendigen Kostümen entgegen. Wirklich bis ins Detail geben sich die Besucher Mühe, die viktorianischen Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Hochsteckfrisuren mit den langen lockigen Strähnen, Spazierstöcke und Hüte für die Herren, Pfeife wird geraucht und das Spitzentaschentuch elegant vor die Nase gehalten – alles wie in einem gut gemachten Film. Bereits am Eingang wird man mit einem veralteten britischem Englisch empfangen und bekommt eine klassische Zeitung in die Hand gedrückt.

Die Stände sind fast richtige Häuser, mit Fenstern, durch die man die Waren, aber auch die Schauspieler beim Nachstellen alltäglicher Situationen erleben kann. Die Gassen sind mit Kunstschnee bestreut, während neben dir Männer mit Pfeife und Spazierstock vermeintliche Bekannte ansprechen und Gespräche über die neue Gasbeleuchtung der Straßen führen. Neben den verkleideten Besuchern findet man auch diese Schauspieler, die richtige Charaktere spielen. So kann man Charles Dickens persönlich treffen, aber auch Prinz Albert und Queen Victoria sind unterwegs oder aber die drei Geister aus Dickens‘ Weihnachtsgeschichte oder Oliver Twist.

Ob Saloon oder „Rotlicht-Bezirk“, alles wurde detailgetreu nachgestellt und die Kostüme sind herrlich. Da liegt mal ein Betrunkener in der Ecke des Hafens, während gegenüber im Saloon die Musiker singen und die Bardamen Whiskeys anpreisen. Für das leibliche Wohl ist hier gut gesorgt. Met, Lebkuchen, Braten, Würste, Waffeln, Plätzchen, Tee und Glühwein… Es duftet! Und wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört gibt es auch ausgefallenes Kunsthandwerk, wie Kerzendreher oder Hutmacher. Eine Tarotkarten-Leserin darf in den viktorianischen Zeiten natürlich auch nicht fehlen. Wohin man schaut, es gibt die ganze Zeit was zu entdecken. Skurrile Schaufenster-Szenen oder  Tanz- und Theaterdarbietungen rahmen das ganze noch zusätzlich ein.

Ich glaube, wir werden tatsächlich nochmal hingehen. Es gibt so viel zu schauen, zu probieren, zu naschen! Es versetzt den Besucher definitiv in eine andere Zeit und diese ist sehr schön weihnachtlich. Genau richtig ist dieser Ausflug für jemanden, dem Glühwein und Plätzchen nicht reichen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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Wie konnte Trump nur gewinnen…

Viele meiner deutschen Freunde haben mich gestern angeschrieben und schockiert gefragt, „wie konnten die so einen wählen?!“ Und auch mir ging es ähnlich, als ich Dienstagabend die reinkommenden Auszählungen sah und das Disaster sich vor meinen Augen entfaltete… Ich saß vor mehreren Nachrichtensendern gleichzeitig, rechnete hier, rechnete da… und irgendwann war die Gänsehaut so groß… Hillary schafft es nicht. Das war ein Schock. Und es ist noch immer ein Schock.

 

Ich habe mir viele Zahlen angeschaut, Statistiken, Analysen… Es bleibt, wie es ist. Amerika ist tief gespalten. Die Meinungen, worüber dieses Land gespalten ist, gehen jedoch auseinander. Weiterlesen

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Ein Besuch im Napa Valley

Mit die berühmteste Weinregion der Welt liegt vor unserer Haustüre und endlich haben wir einen Besuch geschafft. Das Napa Valley liegt ca. 80km nördlich von San Francisco und ist vor allem für seine Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Zinfandel Weine weltberühmt. Hendrik und ich sind beide in einer Weingegend aufgewachsen, auch wenn wir nicht direkt Winzer in der Familie haben. Dennoch war es sofort sehr vertraut, Rebstöcke am Straßenrand zu sehen. Gerade im Herbst sind sie mit ihren Farben einfach wunderschön.

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Herbstliche Töne in Kalifornien

Als erstes machten wir während unserem Wochenendtrip einen Ausflug zum „Old faithful Geyser“ in Calistoga, einem von drei Geyseren in den USA, der von der National Geographic Society den Titel „Faithful“ (=zuverlässig, vertrauenswürdig) verliehen bekam, da er regelmässig ausbricht. Laut Website eruptiert der Geyser alle 30-40 Minuten. Als wir jedoch da waren, sahen wir Eruptionen alle 10min. Leider hat es stark geregnet. Das Wasser schießt mit ca. 180°C aus dem Boden und ist ca. 10-25 Meter hoch. Es riecht ein wenig schwefelhaltig und Rauchschwaden begleiten das Spektakel.  Weiterlesen

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Antigua & Barbuda – zwei Inselstaat Paradies

Unsere zweite Reise in die Karibik und diesmal bin ich vollkommen angekommen. Antigua und Barbuda war einst eine englische Kolonie. Die Hauptsprache ist dementsprechend Englisch, was wir deutlich besser sprechen als Spanisch. Dann stelle man sich das ganze mit hervorragender kreolischer Küche vor, einem leichten Meeresrauschen im Hintergrund und Reggae-Musik „et voilà“ – mein persönliches Inselparadies ist erschaffen.

Nun sollte ich vielleicht anmerken, dass wir uns auch zum ersten Mal eine Deluxe-Unterkunft geleistet haben. Nein, nein… so teuer war es nun auch nicht. Aber wir haben auf Kuba das erste Mal überhaupt 3 Tage all-inclusive gemacht und jetzt auf Antigua haben wir uns eine Woche in einem auf Flitterwochen spezialisierten Resort gegönnt – das Cocobay. Jeder Gast hatte ein Cottage. Alleine das fanden wir schon romantisch und war sehr angenehm. Dazu hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Bucht. Unsere Dusche ging auf die Veranda raus und hatte somit Meerblick. Weiterlesen

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Boston – europäisches Flair in den USA

Was mir persönlich im Silicon Valley oft fehlt, ist die Historie. Alles ist hier sehr schnelllebig, sehr neu, jung. Das macht zwar auch den Reiz vom Valley aus, dennoch fehlt mir als Europäer doch ab und an dieses Gefühl von… ja was eigentlich. Vergänglichkeit? Gesammelten Erfahrungen aus einer weit zurückreichenden Geschichte? Diese Ehrfurcht, die man in Europa spürt, wenn man das Kolosseum sieht oder Reste der Berliner Mauer? All das kann und habe ich auch nicht in den Staaten nicht erwartet. Dennoch wird es mir manchmal schmerzlich bewusst, dass dieses Land sehr jung ist und ich keine Michelangelos oder Goethes an jeder Ecke zu bieten hat. Vermutlich ist Europa deswegen auch ein so schöner Kontinent, da er eine Jahrtausende alte Geschichte erzählt, die sich in der Kultur, Architektur und Struktur widerspiegelt.

Umso mehr war ich überrascht, als ich in Boston bereits bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel Häuser in gregorianischer und viktorianischer Bauweise sah. Wenn ich im nach hinein genauer darüber nachdenke, eigentlich auch kein Wunder. Schließlich waren viele Briten in Boston und Cambridge stationiert und erschufen ihre teilweise heute noch stehenden Häuser in der ihnen bekannten Bauweise. Ende des 19. Jahrhunderts kam der Schindel Stil hinzu. Ich verbinde mit Schindeln verkleidete Gebäude meist mit dem Schwarzwald. Aber auch an der Nordamerikanischen Ostküste ist diese Bauweise sehr beliebt. Die vielen Türmchen und Erker tuen ihr Übriges dazu, mich an Europa zu erinnern. Dazu kommt, dass die Gebäude nicht wie in Kalifornien durch Erdbeben oder Stürme, Feuer zerstört wurden. Während bei uns alles sehr modern und pragmatisch gebaut wurde, haben die Häuser und öffentlichen Einrichtungen in Boston und Cambridge Geschichte. Am besten sieht man das vielleicht an Harvard. Weiterlesen

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Der größte Baum der Welt – General Sherman – Sequoia Nationalpark

In Kalifornien steht der bislang größte noch lebende Baum der Welt. Liebevoll wird er „General Sherman“ genannt. Mit derzeit 83,8 Metern Höhe und einem Umfang von 31,1 Metern soll der Gigant bis zu 2.500 Jahre alt sein. Er kommt auf ein Holzvolumen von 1,486.6 m³ und ist somit der voluminöseste = größte Baum der Welt und wird sogar als das größte lebende Lebewesen auf Erden bezeichnet. Tatsächlich ist ihm oben eine Baumkrone vermutlich nach einem Blitzeinschlag abgestorben.

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Der Baumumfang liegt hier nur bei circa 20 Metern.

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Wie sieht Dürre in Kalifornien eigentlich aus?

In den letzten Jahren regnete es immer weniger in Kalifornien. Die Dürre nimmt teilweise bedrohliche Ausmasse für Mensch und Tier an. Schreckliche Brände im Sommer und gefährliche Erdrütsche im Winter sind nur einige Folgen. 2016 erholt sich die Situation in Nordkalifornien. Dennoch sind die Veränderungen der Landschaft nicht zu übersehen.

Gerade am Ufer der niedrigen San Francisco Bay lagert sich das Salz des Pazifiks in Folge der starken Wasserverdunstung stark ab. Eine unwirkliche Mondlandschaft entsteht, die trotz den lebensunfreundlichen Bedingungen eine bizarre Schönheit ausstrahlt.

Alle Fotos habe ich im Bedwell Bayfront Park aufgenommen.

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Key West, Florida – ein Ausflug mit dem Flieger

Unsere erste Station war Melbourne, Florida, was ca. 1h mit dem Auto von Orlando entfernt ist. Hier konnte Hendrik sein europäisches Instrument-Rating IFR (Instrumentenflug) erneuern, was wir gleich zum Anlass nahmen, endlich mal wieder einen gemeinsamen Flieger-Ausflug zu machen. Key West war das perfekte Ziel für einen Wochenendausflug. Von Melbourne wären es mit dem Auto über 5h Autofahrt, mit dem Flieger, einer Piper Archer waren es nur 3h Flugzeit. Dabei hatten wir wunderschöne Aussichten auf die Everglades, Miami’s Skyline, den Atlantik und die verschiedenen Florida Keys mit ihren Wasseruntiefen. Einfach eine Reise wert. Florida, Florida Keys, Key West, fliegen, selber fliegen, Privatpilot, PPL, VFR, IFR, Piper, Privatflieger, Ausflug, Ausflugsziel, Wochenendausflug, Wochenendtrip, Sehenswürdigkeit, Sehenswert, Touristenattraktion,

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Rocket Launch – Abschuss einer Rakete

An der Space Coast in Florida kann man mit etwas Glück einen Raketenabschuss von Cape Canaveral aus mitverfolgen. 2013 besuchten wir bereits das Kennedy Space Center. Damals machten wir auch eine Bustour zum Launch Pad, von wo aus u.a. die Apollo-Raketen abgeschossen wurden. Man kann im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers Launches live mitverfolgen. Heute handelte es sich jedoch um einen „classified Satellite“, der von der Air Force Base abgeschossen wurde. Man hat aber einen deutlich billigeren (nämlich kostenlosen) Blick vom Port Canaveral auf den Raketenabschuss der Atlas V mit dem Satelliten NROL-61. Wie viele andere Interessierte fuhren wir in den Hafen und stellten uns an den äußersten Zipfel.

Kurz musste ich an die Bilder von 1986 denken, als die Raumfähre Challenger live vor einem Millionenpublikum explodierte… Aber wie nicht anders zu erwarten ging alles gut. Zuerst sieht man die Triebwerke starten, die dann den Satelliten in die Höhe katapultierten. Das Geräusch, ein tiefes röhrendes Grollen, kam erst ca. 60 Sekunden später bei uns an. Ich bin bestimmt nicht der größte NASA-Kenner, geschweige denn ein Physik-Ass. Aber fasziniert hat es mich dennoch, was die Menschheit heutzutage alles bewerkstelligt.

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Alles, das übrig bleibt…