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Wie sieht Dürre in Kalifornien eigentlich aus?

In den letzten Jahren regnete es immer weniger in Kalifornien. Die Dürre nimmt teilweise bedrohliche Ausmasse für Mensch und Tier an. Schreckliche Brände im Sommer und gefährliche Erdrütsche im Winter sind nur einige Folgen. 2016 erholt sich die Situation in Nordkalifornien. Dennoch sind die Veränderungen der Landschaft nicht zu übersehen.

Gerade am Ufer der niedrigen San Francisco Bay lagert sich das Salz des Pazifiks in Folge der starken Wasserverdunstung stark ab. Eine unwirkliche Mondlandschaft entsteht, die trotz den lebensunfreundlichen Bedingungen eine bizarre Schönheit ausstrahlt.

Alle Fotos habe ich im Bedwell Bayfront Park aufgenommen.

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Key West, Florida – ein Ausflug mit dem Flieger

Unsere erste Station war Melbourne, Florida, was ca. 1h mit dem Auto von Orlando entfernt ist. Hier konnte Hendrik sein europäisches Instrument-Rating IFR (Instrumentenflug) erneuern, was wir gleich zum Anlass nahmen, endlich mal wieder einen gemeinsamen Flieger-Ausflug zu machen. Key West war das perfekte Ziel für einen Wochenendausflug. Von Melbourne wären es mit dem Auto über 5h Autofahrt, mit dem Flieger, einer Piper Archer waren es nur 3h Flugzeit. Dabei hatten wir wunderschöne Aussichten auf die Everglades, Miami’s Skyline, den Atlantik und die verschiedenen Florida Keys mit ihren Wasseruntiefen. Einfach eine Reise wert. Florida, Florida Keys, Key West, fliegen, selber fliegen, Privatpilot, PPL, VFR, IFR, Piper, Privatflieger, Ausflug, Ausflugsziel, Wochenendausflug, Wochenendtrip, Sehenswürdigkeit, Sehenswert, Touristenattraktion,

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Rocket Launch – Abschuss einer Rakete

An der Space Coast in Florida kann man mit etwas Glück einen Raketenabschuss von Cape Canaveral aus mitverfolgen. 2013 besuchten wir bereits das Kennedy Space Center. Damals machten wir auch eine Bustour zum Launch Pad, von wo aus u.a. die Apollo-Raketen abgeschossen wurden. Man kann im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers Launches live mitverfolgen. Heute handelte es sich jedoch um einen „classified Satellite“, der von der Air Force Base abgeschossen wurde. Man hat aber einen deutlich billigeren (nämlich kostenlosen) Blick vom Port Canaveral auf den Raketenabschuss der Atlas V mit dem Satelliten NROL-61. Wie viele andere Interessierte fuhren wir in den Hafen und stellten uns an den äußersten Zipfel.

Kurz musste ich an die Bilder von 1986 denken, als die Raumfähre Challenger live vor einem Millionenpublikum explodierte… Aber wie nicht anders zu erwarten ging alles gut. Zuerst sieht man die Triebwerke starten, die dann den Satelliten in die Höhe katapultierten. Das Geräusch, ein tiefes röhrendes Grollen, kam erst ca. 60 Sekunden später bei uns an. Ich bin bestimmt nicht der größte NASA-Kenner, geschweige denn ein Physik-Ass. Aber fasziniert hat es mich dennoch, was die Menschheit heutzutage alles bewerkstelligt.

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Alles, das übrig bleibt…

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Amerikanische Küche trifft Deutsche Küche

…oder einfach „Lecker!“

Ich koche gerne. Ich esse gerne! (Sieht man auch….) Und wenn ich Zeit und Inspiration habe, probiere ich liebend gerne neue Rezepte aus. Bevor wir nach Kalifornien gingen, fragte mich eine Bekannte leicht entsetzt, ob ich denn „keine Angst vor dem Essen da drüben habe!“. Wir kennen alle die Bilder der Mega-Fetten überbeleibten Amerikaner und ja, es gibt hier fast nichts zwischen „Ich esse nur eine Karotte am Tag“ und „Ich esse eine Karotte pro Jahr“. Das heißt aber nicht, dass es nicht gesunde Vielfalt gäbe. Gerade Kalifornien ist DER Staat, wenn es um frisches Obst und Gemüse, Mandeln oder Öle geht. Hier wird eigenes, sehr gutes Olivenöl produziert, 80% der Mandelproduktion kommt aus Kalifornien und wer einmal unsere Kirschen gegessen hat… Melonen, Mangos, Orangen, Aprikosen, Erdbeeren… alles vor unserer Haustüre. Daher „Nein, ich habe überhaupt keine Angst vor dem Essen hier drüben.“

Meine ersten hausgemachten Maultaschen.

Hausgemachte Pizza mit Lachs und Pesto.

Meine Grill-Champignons erfreuen sich hier größter Beliebtheit bei jedem BBQ.

Als wir hier ankamen und Weihnachten vor der Türe stand, habe ich noch viele Deutsche Rezepte gekocht. War es Heimweh, die Sentimentalität der Feiertage… vielleicht auch einfach zur inneren Beruhigung, dass ich auch hier noch Gewohntes kochen und essen kann und nicht mit Burgern anfangen muss… Vielleicht auch alles gemeinsam. Mittlerweile habe ich einige Deutsche Geschäfte abgeklappert und zu meiner Beruhigung bekomme ich hier im Grunde alles, was ich brauche. Außer der Gans zu Weihnachten. Es gibt wirklich nur Truthähne oder Schinken. So eine Gans oder Ente habe ich noch nie beim Metzger gesehen. Das bleibt noch eine Aufgabe für unser zweites Weihnachten.

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Das schöne ist jedoch, es gibt ja auch so viel Neues zum Testen, Probieren! Die Küche in Kalifornien ist definitiv leicht. Wir haben viel Crab (Krebs, Riesenkrabbe), Shrimps, Cale (Grünkohl, der hier roh gegessen wird), Huhn, Brokkoli und Rosenkohl. Es gibt immer frittierte Speisen, aber es gibt immer sehr figurbewusste Varianten auf der Speisekarte im Restaurant und das ist meist NICHT der Salat. Betonung wirklich auf NICHT, denn die Dressings und Toppings (Bacon, Gorgonzola, Nüsse, getrocknete Früchte, Avocado…), die hier verwendet werden, gehen ordentlich in die Kalorien. Und da spreche ich von 1800 Kalorien pro Teller! Also eher Finger weg vom Salat und hin zu Seafood, Hühnchen und Gemüse. Das können sie auch wirklich gut. Die spanischen und chinesischen Einflüsse haben eine Vielfalt an Gewürzen und Aromen an die Westküste gebracht, was hier ein ordinäres Huhn auch ohne frittiert zu sein, wirklich spicy macht. Ob das nun ins Milde mit etwas Fruchtsüße geht, oder ob man es wirklich pfeffrig mag – hier findet man alles. Und ich tobe mich wild aus!

 

 

 

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Happy 4th of July!

Unser erster Independence Day in den USA! Seit Tagen knallen schon die Böller und jedes Geschäft hat 4th of July-Sonderangebote. Traditionell wird an diesem Tag mit Freunden und Familie gemeinsam gegrillt, viel getrunken und natürlich eine Parade besucht, ehe es abends ein Feuerwerk zu bestaunen gibt. Zu meiner Überraschung ist Nordkaliforniens größte Parade direkt vor unserer Haustüre in Redwood City! Ab 10 Uhr zogen alle Vereine, Schulen, Tanzvereine, Veteranenverbände und ich weiß nicht was sonst so durch unsere Innenstadt. Fast 2 Stunden geht dieser Umzug!

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Big Basin -Ein Ausflugsziel zum Wandern und Staunen

Es sind eigentlich nur knapp 100km Richtung Süden von San Francisco, jedoch die Straße ist schmal und kurvenreich. Man braucht schon locker 2 Stunden. Es geht Stück für Stück tiefer in den Wald. Immer mehr Sequioa Mammutbäume tauchen auf und lassen erahnen, was einen unten im Tal erwartet. Die Küstenmammutbäume haben ca. 15 Meter Umfang und sind an die 1000 Jahre alt. Auf unserer „Far away for 2“-Facebook-Seite habe ich eine 360°-Aufnahme aus dem Park veröffentlicht. Schaut gerne mal vorbei!

Der Big Basin Redwoods State Park wurde 1902 gegründet und ist Kaliforniens ältester Park. Das Hauptquartier ist tief im Wald. Hier entrichtet man die Parkgebühr von 10$ pro Tag, es gibt ein Museum, einen Laden, Toiletten, natürlich Reservierungsmöglichkeiten für die angeschlossenen Campingplätze und die ersten „begehbaren“ Redwoods. Toll!  Weiterlesen

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Ein amerikanisches Abenteuer im Yosemite Nationalpark – der anderen Art

Herrliche Wälder, blaue Seen, hohe Wasserfälle und unendliche Weiten sollten uns erwarten. Doch… es kommt immer anders als man denkt…

Der Yosemite Nationalpark ist sicherlich jedem ein Begriff. Von uns aus sind es One-Way knapp 3h Autofahrt. Ein Freund von uns hatte gerade seine Eltern zu Besuch und wir entschieden uns kurzerhand, zu Viert das amerikanische Abenteur des Wilden Westens gemeinsam anzugehen. Abfahrt: 8 Uhr. Ankunft Yosemite: 11 Uhr. Rundtour mit Wanderung bis ca. 17 Uhr. Ankunft zuhause etwa 21 Uhr. So der Plan.  Weiterlesen

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Absolut sehenswertes Seattle!

Ca. 650.000 Einwohnern leben im schönen Seattle im Evergreen-State Washington. Böse Zungen behaupten, Evergreen (immer grüner)-State sei nur eine Vermarktung des ständigen Regens. Seattle selbst trägt den Spitznamen The Emerald City („Die Smaragdstadt“), was wirklich passt. Wer grüne Städte mag, wird sich in Seattle in jedem Fall wohlfühlen. Wir waren fünf Tage vor Ort und es regnete nur einmal über Nacht. Tatsächlich empfand ich persönlich das Klima sehr deutsch. Auch die Vegetation kommt der alten Heimat näher, als Kalifornien. Wunderschöne alte Kastanien säumen die öffentliche Plätze und spenden Schatten – oder eben Regenschutz.

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Der Hinflug nach Seattle, Washington.

„Ride the Ducks“ – Eine Stadtrundfahrt im Amphibienfahrzeug

Seattle liegt direkt an einer Meeresbucht und ist umringt von Seen und Flüssen. Im Hafen fahren mehrere Fähren zu den verschiedenen Inseln und Nachbarregionen. Mit einem Amphibienfahrzeug hat man neben der Stadt auch einen traumhaften Ausblick auf die Skyline vom Wasser aus. Seattle, Washington, Skyline, USA, reisen, Wochenendtrip, Wochenendausflug, Ausflug, Kurztrip, Ausflugsziel, Sightseeing, Sehenswürdigkeiten, Besichtigung, Sehenswert,

Die Ente, wie das Fahrzeug genannt wird, ist eine kleine Party-Rundtour. Laute Musik böllert passend zu den Stationen und Anekdoten aus den Lautsprechern und ein gut gelaunter Tourguide erzählt lustige Geschichten und Schwänke aus der Geschichte Seattles. Ich muss gestehen, am Anfang war ich eher noch nicht so in der Stimmung. Es war gerade mal 11 Uhr und noch war mir nicht nach „Party“ zu Mute. Aber tatsächlich ist die Musikauswahl gut, die Stimmung ausgelassen und die Fußgänger und Passanten winken der „Ente“ zu, so dass man sich sehr schnell schunkelnd und schnatternd auf dem Amphibienfahrzeug wohl fühlt. Ich hatte Spaß. „Whoop-whoop“ kann ich nur sagen! Weiterlesen

Nadja und Hendrik Volkmer

10 Tipps: Wie flirte ich mit einem Amerikaner

Mich schrieb schrieb kürzlich Julia von Italien und ich mit einer ziemlich lustigen Idee an. Sie schrieb einen Blogartikel mit 10 Regeln zum Daten deutscher Frauen und fragte mich, ob ich nicht auch etwas dazu schreiben möchte. Jörg aus Tobago hat ebenfalls bereits aus seiner Wahlheimat berichtet. Nun bin ich bekanntlich sehr glücklich mit einem Deutschen verheiratet, aber ich dachte, ich kann zumindest Flirt-Tipps geben.

  1. Lächeln

    Egal ob Du eine Amerikanerin oder einen Amerikaner anflirtest, lächeln ist hier oberste Devise. Und ich meine nicht das versteckte, schelmische Lächeln, das der zurückhaltende Europäer gerne an den Tag legt. Amerikaner lieben es zu lächeln und je breiter es ist, umso auffordernder ist es für Dein Gegenüber. Wirklich. Es kann gar nicht breit genug sein. Manchmal muss ich lachen, weil ich denke, „das muss doch wehtun!“. Sie schaffen es sogar die untere Zahnreihe und die Backenzähne zu zeigen. Aber hey! Dieses Lächeln ist nicht zu übersehen und ein so deutliches Signal, dass es meist sogar schon der erste Schritt zur Gesprächsaufnahme ist. Nur fragt jetzt bitte nicht nach dem Zahnarzt, der für das meist gebleichte Weiß zuständig ist… Ich kann Euch sagen, das wäre kein Erfolg.

  2. Tuchfühlung

    Am Anfang wunderte ich mich immer etwas, wenn mein Mann und ich irritierte Blicke ernten, sobald wir uns an den Tisch im Restaurant setzten. Ich persönlich schaue gerne meinem Gegenüber in die Augen. Man kann so herrlich kokettieren oder sich in den Augen des anderen verlieren, wenn man so richtig in der Flirtphase ist. In den Staaten hingegen spricht der Körper, denn es ist allgemein üblich, sich als Pärchen oder eben Flirt nebeneinander zu setzen. So lässt sich natürlich viel leichter Tuchfühlung aufnehmen. Etwas, das ich als Deutsche tatsächlich in dem Stadium eher nicht mag. Aber Amerikaner gehen nach Stufe 1, dem Mega-Lächeln ziemlich schnell zu Stufe 2, der Tuchfühlung.

  3. Smalltalk

    Es ist nun wirklich gar kein Problem, in den USA mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Nicht wie in Deutschland, wo man erst 1-2 Stunden den Blickkontakt aufrecht erhält. In den Staaten ist es Gang und Gäbe sich anzusprechen, miteinander zu quatschen und man sieht sehr schnell anhand des Lächelns (siehe Punkt 1), ob derjenige Interesse hat oder nicht. Es gibt hier auch kein „zu offensiv“, wie in Deutschland. Man versteckt nicht sein Interesse am anderen. Ein Korb ist sportlich zu sehen und wird auch anstandslos akzeptiert. Frau sollte diesen jedoch bei keinem Interesse auch sehr deutlich äußern. Unsere deutsche Art freundlich zu bleiben, irritiert amerikanische Männer. Sie sind deutliche Ansagen in diesem Stadium gewohnt und machen einfach weiter, wenn sie das Desinteresse nicht verstehen.

  4. Lass es langsam angehen

    So leicht die erste Kontaktaufnahme auch fällt, es gibt ein paar kleine Regeln, worüber man spricht und worüber nicht. Meidet einfach Themen wie Politik oder Religion. Bedenkt, Euer Gegenüber kommt aus einem Land, in dem  über 40% glauben, die Welt ist max. 6000 Jahre alt und Gott erschuf die Menschen zur gleichen Zeit, wie die Dinosaurier, die Bibel ist faktisch 1:1 wahr und es laufen tatsächlich Prominente hier rum, die auf Twitter verbreiten, die Welt sei eine Scheibe… Also immer schön langsam oder Euer Flirt endet hier im schlimmsten Fall (wobei es jedem persönlich überlassen ist, ob das nun in diesem Falle wirklich schlimm wäre…).

  5. Prince Charming

    Volles Programm ist angesagt! Mit dem Auto abholen, Blümchen dabei haben, Türe aufhalten, der Dame den Vortritt lassen, aus der Jacke helfen, die Bestellung für sie übernehmen, das Dessert teilen. Eben volle Charme-Offensive wie vor 100 Jahren! Das muss einem liegen. In Amerika ist man gerne in vielen Punkten „over the top“. Und bei einem anständigen Date darf es gar nicht kitschig genug sein.

  6. Wer zahlt eigentlich die Rechnung?

    Ja, das ist tatsächlich ein „Thing“ hier. Während bei uns Frauen sehr emanzipiert und selbstständig sind, so sind Amerikanerinnen hingegen gerne das schwache Geschlecht. Nicht, dass sie unselbstständig sind, wenn es drauf ankommt. Aber wenn es um die Beziehung zwischen Männer und Frauen geht, so spielen die Frauen gerne den schwachen Part und die Männer lieben es, den Beschützer und Ernährer zu mimen. Soll der Flirt funktionieren, so deute evtl. an, dass Du Halbe/Halbe machen würdest, aber lass gerne den Widerstand sinken, wenn er das Zahlen mit männlicher Inbrunst übernehmen will.

  7. Ist nach dem Date, vor dem Date?

    Wenn eine Amerikanerin kein Interesse hat, zeigt sie das ihrem Gegenüber sehr deutlich. Wenn man zum Beispiel auf der Straße angesprochen wird und kein Interesse an dem Flirt hat, ignoriert man denjenigen einfach. Mach bloss nicht den Fehler Augenkontakt aufzunehmen… So läuft es auch bei einem Date. Es läuft garantiert nicht rund, wenn Dein Flirt ständig das Handy checkt, keine Nachfragen stellt oder einfach nur „freundlich lächelt“, was in Europa jedoch schon als gutes Zeichen gedeutet werden würde. Denkt dran, man ist hier gerne für europäische Verhältnisse etwas übertrieben. Sollte Dir Dein Date in irgendeiner Weise zurückhaltend vorkommen, so ist das eher ein Indiz, dass es kein zweites Date gibt. Da Dein Gegenüber jedoch nicht weggelaufen ist… stell Dich auf die Frage nach Sex am Ende des Abends ein. Ja. So prüde sind Amerikaner nämlich gar nicht. Sollte es nicht für eine Beziehung reichen, so kann es ja immer noch für Sex reichen. Und diese Frage stellen nicht nur Männer. Mir kaute schon ein Mann das Ohr ab, weil ja so viele Frauen „nur“ Sex von ihm wollen und er da ja gar kein Interesse dran habe… Das war natürlich nur eine Anmache meiner Person, die ich schnell mit „ich bin verheiratet“ konterte. So schnell wie ich den los war…. hahahaha Aber ja, Sex ist hier ziemlich locker, was leider auch ein Grund für die vielen Singles hier ist.

  8. Bloss nichts zerreden!

    Alles hat geklappt und Ihr seid über die berühmten ersten 3 Dates hinaus? Während wir Deutschen ja gerne Klarheit haben, so gerne bleiben Amerikaner lieber im Unklaren. Bitte fangt nicht an den derzeitigen Beziehungsstatus diskutieren zu wollen. Das macht man schlicht weg nicht. Die Handlungen zeigen einem hier, ob derjenige weiterhin interessiert ist. Ich traf mich mal mit einer Amerikanerin, die mit ihrem Freund schon 3 Jahre zusammen war. Für amerikanische Verhältnisse (und dazu noch ländliche, da sie aus Kansas kamen) ist das eine sehr lange Zeit. Ich fragte, ob sie ans Heiraten denken würden. „Er hat mich nicht gefragt“ war die Antwort. Verwundert fragte ich nochmals nach, denn schließlich diskutiert man diesen schwebenden Status in Deutschland doch schon mehr als einmal, ob man überhaupt heiraten will, ob und wann der Partner daran Interesse hätte, etc. Aber die amerikanische Antwort blieb einfach „er hat mich nicht gefragt“. Somit gibt es hier also auch nichts miteinander zu besprechen, so lange er nicht klare Absichten mit Taten kundtut. Übrigens hat er sie drei Monate später gefragt und die beiden sind nun glücklich dabei, gegenseitig ihre Familien kennenzulernen und die Hochzeit zu planen.

  9. Es ist alles ein wenig materieller, als in Deutschland

    . Sollte Dein Flirt funktionieren, so muss die Rollenverteilung stimmen. Der Mann ist hier der „Head of Household“ und verdient die größten Brötchen. Damit er sich der Frau als potenzieller Heiratskandidat auch präsentiert kann, wird er gerade in der Flirtphase mit Geld regelrecht um sich werfen. Ist die Frau hingegen interessiert, so wird sie mit seinem Geld hauswirtschaftlich umgehen und nicht den Hummer auf der Karte bestellen, sondern eher etwas bodenständigeres. Der Mann bringt kleine Geschenke und die Frau schenkt ihm dafür ihre Aufmerksamkeit. Mein Mann hätte mir einen Vogel gezeigt… Ihm fallen hier aber regelmässig die Augen aus dem Kopf, wenn seine Arbeitskollegen erzählen, wieviel der Verlobungsring für ihre Freundin gekostet hat. Ein dreifaches Monatseinkommen ist hier Minimum!

  10. Toleranz. Toleranz. Toleranz.

    So lange sie keinen Ring am Finger hat, kann sie machen, was sie will. Ich glaube, daher heiratet man hier auch so schnell. Ein deutscher Bekannter von mir ist mit einer Amerikanerin zusammen. Sie leben getrennt, aber sind fest zusammen. Eines Tages bin ich mit ihm essen und er erhält eine E-Mail. Es war eine Uber-Abrechnung (falls jemand Uber nicht kennt, es funktioniert wie gewöhnliche Taxis, außer das es sich um Privatpersonen handelt, die mit ihrem persönlichen Auto fahren). Mein Kollege stöhnte nur und meinte, seine Freundin habe „mal wieder“ über sein Uber-Konto „Übernachtungsgäste“ nachhause fahren lassen. Nun fragt Ihr Euch, wie ich damals, „Übernachtungsgäste“?? Und ja… es ist genau das, was wir wir alle vermuten und nicht glauben wollen… Seine Freundin hatte in jedem Fall keine Hemmungen fremden Männern mit der Kreditkarte von ihrem deutschen festen Freund ein Taxi zu bezahlen… Nun sind sicherlich nicht alle Frauen so und gerade amerikanische Männer würden sich das vermutlich nicht bieten lassen. In meinem Beispiel hingegen war das vermutlich eher ihre „subtile“ Art, ihm zu sagen, sie wünscht sich mehr Bindung. Verrückt? Nun… es ist alles anders in anderen Kulturen. Und nur mit Toleranz kommt Ihr hier weiter… und Liebe.

Alle meine Punkte beruhen auf Beobachtungen und Erzählungen. Persönliche Erfahrungen kann ich nur sehr limitiert vorweisen. Aber ich hoffe, Euch haben meine 10 Punkte unterhalten, denn nur darum geht es mir. Im Grunde genommen ist jeder Mensch so einzigartig, dass wir ihn gar nicht in die Schublade einer einzigen Kultur packen können. Ich würde mich freuen, auch von anderen Ländern/Kontinenten über die kulturellen Unterschieden zu lesen und wäre für Kommentare oder Links dankbar.

Grundsätzlich kann man mit Sicherheit sagen, wer sich in eine andere Person verliebt, muss sich öffnen und Toleranz zeigen. Wenn die Person dann noch aus einem anderen Kulturkreis kommt, gehört eventuell noch eine Quäntchen mehr Fingerspitzengefühl und Kommunikationsstärke dazu, damit man glücklich bleibt. Ich wünsche allen viel Erfolg, viel Liebe und noch viel mehr Verständnis. Das braucht man eh in jeder Beziehung, egal woher man kommt oder geht.

 

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Redwoods: Kaliforniens Mammut-Bäume

Nordkalifornien ist neben den wunderschönen Küstenstrichen auch für seine einzigartigen Wälder berühmt. Die Redwoods, auf Deutsch Riesen- oder Mammut-Bäume genannt, kommen nur in Nordkalifornien vor. Sie sind im Schnitt 600 Jahre alt , wobei der älteste Baum auf 2200 Jahre datiert wird. Die Küsten-Mammutbäume erreichen bis zu 110 Meter Höhe und 7 Meter Stammdurchmesser. Beeindruckend! Jedoch ehrlich gesagt „Peantus“, wenn man sie mit den „dicken Dingern“ im Sequioa-Nationalpark vergleicht. Diese sind zwar kleiner (ca. 80 Meter Höhe), aber haben dafür einen Umfang von über 30 Meter!

Diese Fotos entstanden im Muir Woods National Monument, einem Park ca. 15km nördlich von San Francisco. Ich habe versucht, immer mal wieder Menschen neben den Mammutbäumen zu fotografieren, damit man einen Vergleich der Dimensionen hat.

Der Park kostet pro Erwachsenen 10$ Eintritt, was es aber auch wirklich wert ist. Die Wege sind rollstuhlgerecht ausgebaut und die Beschilderung ist sehr aussagekräftig. Vieles habe ich erst vor Ort gelernt, wie zum Beispiel, dass die Redwoods immer in Familien wachsen. Sie bilden einen Kreis und entspringen alle dem selben Wurzelgeflecht. Stirbt einer in der Familie durch Blitzeinschlag oder eine Krankheit, so kann die Familie den Baum sterben lassen, aber gleichzeitig auch reproduzieren.

Als Ausflugsziel eignet sich der Muir Wood durch seine befestigten Wanderwege zu jeder Jahreszeit. Jedoch sollte man in der Hauptsaison wirklich sehr früh da sein, was ca. 8 Uhr bedeutet. Die Parkplätze sind extrem limitiert und der Besucherstrom ist groß. Wer keinen Parkplatz bekommt, muss ca. 8 Meilen (knapp 13km) vom Eingang entfernt parken. Der Muir Wood liegt in einer Talsenke, was heisst, der Weg zurück zum Auto kann ganz schön anstrengend werden. Daher würde ich wirklich empfehlen unter der Woche um max. 8:30 Uhr morgens vor Ort zu sein. Aber das frühe Aufstehen lohnt sich.

Mir persönlich hat der Muir Wood wahnsinnig gut gefallen. Man ist so unglaublich klein, wenn man durch diesen Wald wandert… und wenn man sich dann noch vorstellt, dass diese Bäume hier im Wald im Schnitt bereits 500-800 Jahre alt sind…  Der Älteste soll sogar bereits 1100 Jahre leben. Mich hat das doch sehr „geerdet“ und auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Was diese Bäume alles überlebt haben… und wir haben schon wegen Kleinigkeiten Kopfzerbrechen. In einem Land wie den USA, in dem alles noch historisch gesehen so jung ist, sind diese Mammutbäume eine willkommene Abwechslung. Sie rücken diese laute und bunte Welt noch einmal in eine zeitliche Perspektive, die alles sehr viel gelassener sieht. Entspannung ist fast schon garantiert! img_9883