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Belize, das perfekte Land für Lateinamerika-Einsteiger

Kalifornier sind so verwöhnt, der kleinste Tropfen Regen trübt sofort die Stimmung. Bei fast 300 Tagen purem Sonnenschein und strahlendblauem Himmel im Jahr macht so ein Wetterumschwung jeden trübsinnig. Ich bekomme sogar Migräne, was in Europa noch nie ein Problem war.

Hin oder her, Kalifornien hat nun eine Dürre fast hinter sich, weil es überhältnismässig viel geregnet hatte. Im guten Berlin hätte ich über die Tage Regen gelacht. Hier sind wir lustlos und hocken daheim, schauen uns die Pfützen an und sehnen uns die Sonne herbei. Kurzum, wir waren Sonne-reif.

Nun gibt es hier in den Staaten relativ wenig Möglichkeiten, mehr Sonne zu bekommen, als in Kalifornien. Bleibt also noch Zentral- oder Südamerika. Eine Woche sollte es, Sonne, Strand, Abenteuer, Wald, wenn möglich nicht spanisch-sprachig, da hier unsere Kenntnisse beim Bestellen von zwei Bier enden… Und siehe da – ich fand eine Perle!

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Einsamer Strand in Placencia, im Süden von Belize.

Belize. Ein Land in Zentralamerika, zwischen Mexiko und Guatemala, Ostküste, als einziges Land in Zentralamerika englisch-sprachig, Rechtsverkehr, 2. größtes Korallenriff der Welt, Dschungel, Maya-Tempelruinen, bisher wenig Tourismus, Sonne pur. Volltreffer! Für uns Einsteiger und Lateinamerika-Anfänger genau das richtige Land und ein heißer Tipp an Euch.

Wir flogen über Los Angeles. Die Gesamtflugzeit war kürzer, als wenn wir nach Florida geflogen wären und die Preise waren moderat. Da Belize die Winterzeit-Umstellung nicht mitmachen, ist das Land im Sommer auch nur 1 Stunde zeitverschoben, jetzt im Januar noch 2 Stunden. Ein weiterer dicker Pluspunkt auf unserer Checkliste. Das Land selbst ist in der Größe mit Hessen zu vergleichen und war somit sehr gut innerhalb einer Woche mit einem Auto zu sehen.

  1. Keine Visumspflicht. Wieder einmal stellt sich der deutsche Reisepass als unser wertvollstes Hab und Gut heraus.
  2. Gute Infrastruktur. Belize wurde 1981 von Queen Elisabeth II. in die Unabhängigkeit entlassen und gehören zum Commonwealth. Der Wirtschaftslage ist relativ stabil in den letzten Jahrzehnten und die allgemeine Infrastruktur im Land ist gut. So gut wie alle Straßen sind mittlerweile hervorragend ausgebaut. Sauberes Wasser und Stromversorgung sind sichergestellt.
  3. Das Land selbst ist sehr sicher. Es gibt Kriminalität, die sich jedoch fast ausschließlich auf Belize City (die Hauptstadt ist Belmopan) und rivalisiernde Gangs konzentrieren. Belize rangiert seit mehreren Jahren in den Top Ten der Länder mit der höchsten Mordrate. Wenn man sich jedoch die Fakten aus dem aktuellen Report des amerikanischen Außenministeriums anschaut, warum das statistisch so ist und wie sich das auf Besucher auswirkt, sieht schnell, dass einem als Tourist und Reisender außerhalb es Gang-Bereichs von Belize City kaum Gefahr droht. Das Land hat gerade mal 335.000 Einwohner. In Belize City rivalisieren Dutzende Gangs, die sich leider einen blutigen Krieg liefern. Fast alle Opfer sind diesem Bandenkrieg zuzuschreiben.
  4. Belize ist vielfältig. Es gibt 5 Sterne Luxus Resorts, aber auch familiäre Unterkünfte für einen Spottpreis, Dschungelhütten oder Baumhäuser. Wer gerne auf seiner Reise wie ein Einheimischer leben will, kann auf Pferde-Farmen, Bananenplantagen oder beim Kaffee- oder Kakao-Anbau helfen. Wassersportler finden hier ihr Paradies mit dem „Blue Hole“, der „Shark-Alley“ oder dem zweitgrößten Korallenriff der Welt, wo Schildkröten, Stachelrochen und tropische Fische ihr Zuhause finden. Wer lieber im Dschungel wandern gehen will, unterirdische Höhlensystem bestaunen oder Maya-Tempelruinen bewundern möchte, geht ins Innland. Oder macht beides!
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Der Blick von Xunantunich, einer Maya Tempel Ruine

Das Land hat so viel zu bieten und wir haben so viele Eindrücke gesammelt, dass es zu Belize von mir noch den einen und anderen Beitrag geben wird. Die Städte an sich, Belize City, Belmopan oder San Ignacio kann man unserer Meinung nach völlig vernachlässigen. Da gibt es nichts zu sehen. Sie dienen alle mehr der Verwaltung, anstatt als kultureller Mittelpunkt. Wer hier schöne historische Plätze oder architektonische Kunstwerke vermutet, wird schwer enttäuscht sein. Ein Tag in einer dieser Städte eignet sich mehr um vielleicht mal das kostenlose Wifi im Restaurant zu nutzen oder einige Vorräte aufzustocken. Aber ansonsten können wir nur empfehlen, sich auf die ländlicheren Gebiete zu konzentrieren. Die Menschen sind alle sehr hilfsbereit, entspannt und freundlich.

3 Gedanken zu “Belize, das perfekte Land für Lateinamerika-Einsteiger

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