Camagüey, Kuba, Gran Hotel, Terrasse

Auf nach Camagüey! Das Schnitzel wartet bereits!

Nach Trinidad ging es auf unserer Kuba Rundreise weiter über eine alte Zuckerrohr-Verarbeitungsstätte, die heute regen Handel mit Leinen und Baumwoll-Produkten betreibt, nach Camagüey, einer Stadt mit immerhin 320.000 Einwohnern, was sie zur drittgrößten Stadt Kubas macht.

Ehe wir im Gran Hotel in Camagüey abstiegen, machten wir noch per Fahrradtaxi eine kleine Stadtbesichtigung. Diese Fahrrad-Taxis waren jedoch nicht im normalen Reisegruppen-Paket beinhaltet und mit 5 CUC pro Person zu bezahlen. (Klar kannte der Reiseleiter den Chef der Taxi-Fahrer…) Allerdings hatte uns keiner gesagt, dass Camagüey doch leicht hügelig ist und die Fahrräder keine Gangschaltung besitzen. Unser Fahrer war Kettenraucher und kam so gar keinen Meter voran, während der durchtrainierte Kollege mit drei Leuten hintendrauf spielend vorwärts kam. Es war ehrlich gesagt eher unangenehm… Wir wurden am Ende angeschoben! Das bisschen Huhn und Reis mit Bohnen, das es täglich Mittags gab kann doch nicht der Grund gewesen sein…?! Ich war ziemlich froh, als die Tour nach mehreren Stopps endlich zu Ende war… Zwar hatten wir so einen ziemlich guten Überblick über die Stadt gewonnen. Aber nochmal würde ich es nicht machen.


Übernachtet haben wir im Gran Hotel. Hört sich super an. Tatsächlich hatte unser Zimmer nur ein Fenster in 2 Meter Höhe, wo auch noch die irrsinnig laute Klimaanlage eingebaut war. Warmwasser war leider auch Mangelware, was mal wieder zu einer morgendlichen Katzenwäsche führte. Aber die Dachterrasse, bzw. der Blick von der Dachterrasse, ist fantastisch.

Abends hatten wir uns mit einigen aus unserer Reisegruppe zu einer etwas unkubanischen Aktivität verabredet. Wir gingen Schnitzel und Gulasch essen – im Casa Austria! Das Restaurant wird von einem Österreicher geführt, der bereits weit über 15 Jahre auf Kuba lebt. Bevor wir jedoch losgingen, trafen wir uns alle in der Hotel Lobby am geschlossenen Zigarrenstand. Wir waren 8 Personen, die da vor der Auslage standen und uns die örtlichen Zigarren anschauten. Plötzlich kam von der Straße ein Mann in die Lobby und sprach uns auf Englisch an, ob wir denn Zigarren kaufen möchten? „Eigentlich nicht. Der Laden sei ja auch geschlossen.“ Es stellte sich raus, der nette Herr war Kanadier, die ja berühmt sind für ihre unglaubliche Freundlichkeit. Diese stellte er auch gleich unter Beweis, denn er schenkte uns einfach eine seiner Zigarren. Er wollte oder konnte wohl nicht mit ansehen, dass jemand auf Kuba ohne Zigarren auf dem Trockenen sitzt. Geld nahm er nicht an und verließ einfach wieder die Lobby. Wir waren perplex!

Auf unserem Fußmarsch zum Casa Austria wurde es dann plötzlich dunkel. Erst hinter uns. Dann über uns. Stromausfall! Herrje. Das machte uns die Suche nicht leichter. Aber zum Glück kennt jeder in der Stadt den Österreicher und sein Restaurant, weswegen uns schnell von den Einheimischen weitergeholfen werden konnte.

Der Betreiber, Josef Harderer ist gelernter Konditor. Daher bekommt man in der Casa Austria auch hervorragende Kuchen und Torten. Wir hatten abends jedoch Lust auf ein gutes Gulasch und ein schönes Schweineschnitzel mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Es war wirklich hervorragend. Nach all dem Hühnchen mit Reis und Bohnen ist man fast schon ausgehungert und freut sich so richtig über diese deftige Hausmannskost. Der Wein war sehr gut und die Preise wirklich moderart. Für 8 Personen zahlten wir gemeinsam 112.15 CUC, was 1:1 in Euro umzurechnen ist. Da kann man nichts sagen. Wir waren pappesatt, glücklich und fielen zufrieden abends in unser Bett.

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