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Rundreise Polen

Das katholische Polen hatte es mir zu Ostern 2009 als Reiseziel angetan. Der Frühling war leider noch nicht ganz angekommen, aber hier und da gab es bereits die ersten Blüten. Umso mehr Störche bekam ich während der gesamten Rundreise zu Gesicht. Sie nisten auf den Schornsteinen, Stromverteilermasten oder Scheunendächer und klappern, was das Zeug hält. Fast 4.300km in zwei Wochen mit 28 Reisezielen waren der Plan. In Warschau und Krakau verbrachte ich jeweils zwei Nächte. Dabei sind Highlights, wie meine fehlgeschlagene Besteigung der Schneekoppe, die Wolfsschanze, Auschwitz, Breslau und Posen, aber auch Krakau und Warschau sind wirklich sehenswert.

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Die Tour war alles in allem ganz schön anstrengend. Es war kalt und die Strecken waren lang. Dennoch muss ich sagen, hatte ich Polen unterschätzt. Ich habe auf dieser Rundreise so viele unterschiedliche Ziele besucht, von denen ich teilweise keinerlei Vorstellung hatte. Gerade die hohe Anzahl an Naturparks hat mich sehr überrascht. Und wie außergewöhnlich diese doch sind!

Polen verfügt über viele wunderschöne Burgen, Kirchen und Schlösser. Auch das war mir eher in Tschechien geläufig. Aber in Polen war ich hier sehr fasziniert, wie aufwendig und liebevoll diese Burgen restauriert sind.

Geläufig ist mir als historisch interessierte Deutsche die Wolfsschanze. Spätestens den Jüngsten sollte die Wolfsschanze nach dem Tom Cruise Film „Operation Walküre“ ein Begriff sein. Auf dem Gelände verübte während einer Lagebesprechung Claus Schenk Graf von Stauffenberg das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler, welches leider fehlschlug.

Zur deutschen Geschichte in Polen gehört auch Auschwitz bzw. das Vernichtungslager Birkenau. Es war mein erster Besuch in einem Konzentrationslager und ich war zutiefst berührt, verstört und emotional bewegt. Die Anlage ist fast vollständig erhalten. In Räumen werden noch die Koffer der Inhaftierten ausgestellt, die Berge an menschlichen Haaren, die Kleidungsstücke oder Wertgegenstände, die die verzweifelten Menschen versuchten zu retten. Es ist einer der bedrückensten Orte, die ich je besucht habe. Die Größe dieser Vernichtungsmaschinerie, die Organisation von Ankunft bis Verlassen der Anstalt, die noch förmlich spürbare Verzweiflung der Menschen… Selbst wenn man in der Anlage steht, weigert sich der menschliche Verstand zu begreifen, was dort vor sich ging.

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